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Krankenversicherung

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Private Krankenversicherung - Auf Qualität setzen!
Der Eintritt in eine private Krankenversicherung ist eine Entscheidung fürs Leben. Der Rückweg in die gesetzliche Krankenkasse ist meist versperrt. Der Wechsel zu einer anderen privaten Versicherung ist für Gesunde zwar grundsätzlich möglich, aber meist mit erheblichen finanziellen Verlusten verbunden. Um so sorgfältiger sollte die Versicherung und ihr Tarifangebot vor Abschluss des Vertrages unter die Lupe genommen werden.

Den optimalen Versicherungsschutz müssen sich privat Krankenversicherte selbst aus Bausteinen zusammenstellen.

Ein vollständiger Krankenversicherungsschutz setzt sich in der Regel aus vier Bausteinen zusammen: Ambulant-, Stationär-, Zahn- und Krankentagegeldtarif, der bei Beamten entfällt. Dazu kommt die Pflegepflichtversicherung.

Beamte können sich bei der Auswahl ihres Beihilfetarifs an den gleichen Grundsätzen orientieren wie Angestellte und Selbstständige. Der Unterschied ist nur, dass ihr Versicherungsschutz auf den Leistungen der Beihilfe aufbaut. So muss ein lediger Bundesbeamter, der vom Dienstherrn 50 Prozent Beihilfe zu seinen Gesundheitskosten erhält, eine Versicherung über die verbleibenden

50 Prozent abschließen. Zahlt der Dienstherr nicht für alle gewünschten Leistungen 50 Prozent der Kosten, dann können Beamte diese Lücken mit einem Beihilfeergänzungstarif stopfen. Beamte mancher Bundesländer bekommen zum Beispiel keine Beihilfe für die Chefarztbehandlung im Krankenhaus.

Es gibt Tarife, für die die Kunden wesentlich geringere Beiträge zahlen müssen als für die von uns untersuchten. Sie bieten dafür aber auch nur reduzierte Leistungen. Von der Wahl solcher Tarife ist deshalb abzuraten. Denn bei einer Krankenversicherung kommt es vor allem darauf an, im schlimmsten Fall, also bei einer schweren Erkrankung, die optimale Versorgung zu bekommen.
Der Ambulanttarif
Ein Ambulanttarif enthält - je nach Vereinbarung - die Kostenerstattung für Behandlungen durch niedergelassene Ärzte, für Heilpraktikerleistungen, Psychotherapie, Medikamente, Verbandmittel, Heilmittel wie Krankengymnastik oder Massage sowie Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte.

Nicht alle Ambulanttarife übernehmen die Honorare der Ärzte in voller Höhe. Ärzte stellen ihre Rechnungen für Privatpatienten auf der Grundlage der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Darin ist für jede ärztliche Leistung eine Punktzahl festgelegt. Mit dem einfachen Gebührensatz - derzeit 11,4 Pfennig je Punkt - multipliziert, erhält man die einfache Gebühr. Bei schwierigeren Behandlungen darf der Arzt, ohne das zu begründen, sein Honorar bis zum 2,3fachen GOÄ-Satz erhöhen. Mit schriftlicher Begründung darf der Arzt sein Honorar weiter bis zum 3,5fachen, dem Höchstsatz, steigern.

Es empfiehlt sich, einen Tarif zu wählen, bei dem der Versicherer Arztkosten mindestens bis zu dieser Höhe übernimmt. Patienten, die Arzthonorare nur bis zum 2,3fachen Gebührensatz versichert haben, müssen darüber hinausgehende Honorarforderungen eines Arztes entweder selbst begleichen oder schon vor der Behandlung zurückweisen. Für persönlich erbrachte Leistungen kann der Arzt aber auch den Höchstsatz noch überschreiten. Dazu muss er vor der Behandlung eine schriftliche Honorarvereinbarung mit dem Patienten schließen. Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass ein Ambulanttarif auch diese Kosten übernimmt, da der Patient nur in Ausnahmefällen auf die ambulante Behandlung teurer Spezialisten angewiesen sein wird.

Bei den Leistungen für ambulante Psychotherapie sind privat Versicherte in manchen Tarifen schlechter gestellt als Kassenpatienten, weil zum Beispiel die Zahl der genehmigten Sitzungen auf 20 oder 30 im Jahr begrenzt wird. Das ist wenig. Die meisten psychotherapeutischen Verfahren sind auf mehr als 50 Sitzungen angelegt, die gesetzlichen Krankenkassen zahlen bis zu 240 Sitzungen je Behandlung.

Die Wahrscheinlichkeit, an einer psychischen Störung zu erkranken, ist größer, als viele meinen. So leiden einer Studie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie zufolge fast 7,8 Millionen Bundesbürger, also fast jeder zehnte, an behandlungsbedürftigen Depressionen.

Wer auch Heilpraktikerrechnungen von seiner Krankenversicherung ersetzt bekommen will, sollte das Kleingedruckte des Ambulanttarifes genau lesen, denn nicht alle Tarife sehen eine Erstattung dieser Kosten vor. Manche zahlen nur 75 oder 80 Prozent jeder Rechnung, manchmal gibt es zusätzlich eine jährliche Leistungsobergrenze von 2.000 bis 3.000 Mark.
Der Stationärtarif
Der Stationärtarif deckt alle Leistungen ab, die den Krankenhausaufenthalt betreffen: Das Wichtigste ist die Chefarztbehandlung. Zu den Leistungen gehören außerdem die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und der Transport zum oder vom Krankenhaus.
Auch im Krankenhaus rechnen Ärzte nach der GOÄ ab. Dringend zu empfehlen ist ein Stationärtarif, der Arzthonorare über den 3,5fachen GOÄ-Satz hinaus, mindestens jedoch bis zu dieser Höhe, übernimmt. Abzuraten ist von Verträgen, die Kosten nur bis zum Regelhöchstsatz (2,3fach) erstatten, da leitende Krankenhausärzte ihre Leistungen erfahrungsgemäß eher nicht unter dem Höchstsatz abrechnen. Wer sparen will, kann dies eher bei der Unterbringung tun. Zweibettzimmertarife sind günstiger als solche, die eine Unterbringung im Einbettzimmer vorsehen.
Vorteilhaft ist, wenn der Versicherer ohne vorherige Genehmigung die Kosten für eine Anschlussheilbehandlung trägt - beispielsweise wenn jemand nach einer Herzoperation in einer Rehaklinik nachbehandelt wird.
Der Zahntarif
Im Zahntarif wird die Kostenerstattung für die Behandlung von Zähnen, Mund- und Kiefererkrankungen sowie für Zahnersatz einschließlich der Kosten für zahntechnische Laborleistungen und Material festgelegt. Ebenfalls enthalten sind kieferorthopädische Leistungen. Das Zahnarzthonorar wird nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) berechnet. Ebenso wie bei den Ärzten ist ein Tarif zu empfehlen, der Zahnarzthonorare bis zum Höchstsatz (3,5fach) erstattet. Eine darüber hinausgehende Erstattung ist nicht unbedingt nötig.
Zahnbehandlungen - beispielsweise Füllungen - sollten mindestens zu 90 Prozent, besser noch wie in der gesetzlichen Kasse zu 100 Prozent von der Versicherung bezahlt werden. Manche privaten Tarife sehen hier nur 50 Prozent vor. Beim Zahnersatz übernehmen die Versicherer je nach Tarif zwischen 50 und 90 Prozent. Alle von uns getesteten Tarife bieten mindestens wie die gesetzlichen Kassen 65 Prozent. Inlays zählen je nach Tarif mal zu den Zahnbehandlungen, mal zum Zahnersatz. Besser ist es, wenn sie unter Zahnbehandlung fallen und dort zu 100 Prozent von der Versicherung bezahlt werden.
Der Krankentagegeldtarif
Das Krankentagegeld soll den Verdienstausfall bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ausgleichen. Je nachdem, ab dem wievielten Krankheitstag die Zahlung beginnt (Karenzzeit) und je nach der Höhe des Tagessatzes werden auch die Beiträge für diesen Tarif höher. Zu bevorzugen sind Tarife, die eine nachträgliche Erhöhung des Krankentagegelds ohne erneute Gesundheitsprüfung zulassen, wenn das Nettoeinkommen steigt.
Die Pflegeversicherung
Auch Privatpatienten sind pflegeversicherungspflichtig. Die Gesellschaft, bei der ein Kunde krankenversichert ist, muss ihn auch in die Pflegepflichtversicherung aufnehmen. Leistungsunterschiede gibt es hier nicht, denn die Leistungen sind gesetzlich vorgeschrieben, und die Beiträge dürfen den Höchstbeitrag der sozialen Pflegeversicherung, derzeit 110,93 Mark im Monat, nicht übersteigen.

An dem einmal zusammengebauten Leistungspaket kann die Versicherungsgesellschaft nachträglich nicht mehr rütteln. Die Leistungen sind garantiert. Die Beiträge können jedoch, ebenso wie Selbstbeteiligungen, nach Vertragsschluss steigen.
Die Krankenhaustagegeldversicherung
Die Krankenhaustagegeldversicherung bietet dem ansonsten gesetzlich versicherten Kunden eine preiswerte Alternative, die bei einem Krankenhausaufenthalt entstehenden Extrakosten für Nebenleistungen wie Telefon, Fernseher etc. nicht aus der eigenen Tasche zahlen zu müssen. Für nur wenige Mark mehr kann man sich dieses kleine Stück „Luxus“ absichern.

Die Private Kranken-Zusatzversicherung
Die Private Kranken-Zusatzversicherung (ZPKV) bietet all denjenigen eine Optimierungsmöglichkeit, die aufgrund Ihres geringeren Einkommens keine Möglichkeit haben, sich ganz privat zu versichern. Die ZPKV sichert vor allen Dingen den empfindlichsten Teil des Krankseins ab, den Krankenhausaufenthalt. Überlegen Sie, wieviel angenehmer es ist, nicht im 6-Bett-Zimmer sich von der schweren OP zu erholen und immer nach dem Stationsarzt zu rufen, sondern Chefarzt-Behandlung im 1-oder 2-Bett-Zimmer bezahlt zu bekommen. Ihr Agent um die Ecke wird Ihnen verraten können, daß nicht mehr als einmal Essengehen im Monat der Preis für so wichtige Sicherheit ist.
Die Pflegezusatzversicherung
Die Pflegezusatzversicherung (PZV) trägt dem Umstand Rechnung, daß die neu eingeführte Gesetzliche Pflegepflichtversicherung längst nicht alle Kosten eines eventuellen Pflegefalles trägt. D.h., schon heute muß jeder pflegebedürftige Deutsche einen Gutteil seines Ersparten für die restlichen Kosten aufwenden. Hier kommt die PZV ins Spiel. Sie trägt den Großteil dieser „Restkosten“ und macht so die Pflegeversicherung zu einer „wasserdichten“ Angelegenheit. Sie möchten doch nicht wirklich im Falle einer Pflegebedürftigkeit an das ein Leben lang zusammengesparte Geld heranmüssen ?
Preis und Leistung
Die Angebote sind kompliziert und schwer zu durchschauen. Außerdem soll die Versicherung verlässlicher Partner sein und nicht nur bei Vertragsschluss preisgünstig sein. Minuspunkte gibt es daher für Tarife, bei denen die Eintrittsbeiträge in den vergangenen fünf Jahren besonders stark angestiegen sind.
Frauen zahlen drauf
Bei "sehr gut" oder "gut" bewerteten Tarife müssen angestellte Männer im Alter von 33 Jahren etwa 440 Mark im Monat bezahlen. Für gleichaltrige Frauen liegt der Monatsbeitrag bei rund 680 Mark. Die Selbstbeteiligung beträgt 500 bis 800 Mark pro Jahr. Selbstständige zahlen noch etwas mehr. Beamte, denen der Dienstherr die Hälfte der Kosten für die meisten Behandlungsarten erstattet, kommen mit rund 240 Mark (Mann) oder 300 Mark (Frau) Versicherungsbeitrag monatlich aus.
Wechsel lohnt nicht immer
Der Wechsel in die private Krankenversicherung lohnt sich nicht für jeden. Die Höhe des Beitrags hängt nicht vom Gehalt, sondern vom Leistungsumfang und den zu erwartenden Gesundheitsausgaben für den Versicherten ab. Deshalb zahlen Ältere beim Eintritt höhere Beiträge als Junge, Frauen mehr als Männer und Kranke mehr als Gesunde.
Kein Schutz für Kranke
Wer schon krank ist und etwa an einer Allergie leidet, muss mit Risikozuschlägen rechnen. Und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma oder schweren Herz-Kreislauf-Leiden nehmen die Versicherer in der Regel überhaupt nicht auf. Für Lebenspartner und Kinder ohne eigenes Einkommen, die in der Krankenkasse kostenlos mitversichert sind, muss bei der privaten Krankenversicherung extra gezahlt werden.
Sorge um die Zukunft
Mit welchen Beitragssteigerungen ein privat Versicherter im Lauf der Jahre rechnen muss, kann niemand vorhersagen. Wer vor 30 Jahren in die private Krankenversicherung eingestiegen ist, zahlt heute nicht selten mehr als das Doppelte seines damaligen Beitrags. Auch in Zukunft werden die Beiträge sicher weiter steigen. Dafür sorgen die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen und die steigende Lebenserwartung.
Sparen fürs Alter
Der Gesetzgeber hat die Versicherungsgesellschaften im Zuge der Gesundheitsreform 2000 gezwungen, mehr Rückstellungen für höhere Kosten durch ältere Versicherte zu bilden. Übersehen hat er dabei allerdings, dass diese Alterungsrückstellungen nur Kunden nützen, die ihrer Versicherungsgesellschaft treu bleiben. Wer unzufrieden ist und wechseln will, verliert das für ihn gebildete Polster. Bei einer neuen Gesellschaft müsste er von vorn anfangen, fürs Alter zu sparen, und damit unverhältnismäßig hohe Beiträge zahlen.
Kündigung
Im Widerspruch zu dem weitverbreiteten Vorurteil kann eine PKV auch nicht einseitig vom Versicherer gekündigt werden, nur weil der Kunde schon eine längere Zeit erkrankt ist. Das gehört ins Reich der Fabeln. Und weiterhin gilt es zu beachten, dass in der Kombination mit einer abgestimmten Lebens- oder Rentenversicherung die Beitragsvorteile gleich für eine strukturierte Altersvorsorge