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Privathaftpflicht

Private Haftpflichtrisiken

Privat-Haftpflicht-Versicherung

Privathaftpflichtversicherung - wichtiger als viele glauben

Unglücksszenarien, wie sie die Zeitung fast täglich auftischt: Ein Zehnjähriger, der mit Streichhölzern in der Scheune des Nachbarn spielt und das Anwesen in Schutt und Asche legt; die Einkaufsgestresste, die - in Eile und unachtsam - trotz roter Ampel die Straße überquert und eine Massenkarambolage verursacht - schnell kommen so Schäden in beträchtlicher Höhe zustande.
Und der Verursacher haftet in vollem Umfang, mit seinem gesamten Einkommen und Vermögen, in unbegrenzter Höhe. Es sei denn, er hat vorgesorgt und besitzt eine Privathaftpflichtversicherung. Erstaunlich, dass in Deutschland nur jeder Dritte über diese wichtige und äußerst preiswerte Police verfügt.
Die Privathaftpflichtversicherung ist ein ''Muss'' für jeden Haushalt. Prüfen Sie, ob Ihre Versicherung auf dem neuesten Stand ist: Sind volljährige Kinder noch ledig, und in der Ausbildung und damit noch mitversichert? Oder ist eigener Haftpflichtschutz notwendig? Machen Sie sich auf unseren Internetseiten direkt ein Bild.
Sorgen Sie aber auch für den Fall vor, dass Sie von Jemandem geschädigt werden, der keine Haftpflichtversicherung hat: mit der „Forderungsausfalldeckung.“
Die Privathaftpflichtversicherung (PHV) schützt jeden vor den Folgen eines Missgeschickes, denn der deutsche Gesetzgeber macht jeden für einen (auch nicht vorsätzlich) verübten Schaden haftbar (§ 823 BGB). D.h., eine kleine Unachtsamkeit und Sie zahlen im Ernstfall auch Ihr Leben lang für die Folgen. Dagegen hilft nun die PHV. Sie prüft in Ihrem Namen zunächst die geltende Rechtslage, wehrt die unberechtigten Ansprüche ab und begleicht die berechtigten Ansprüche bis zur vertraglich vereinbarten sog. Deckungssumme. Hier sollten Sie auf eine Deckungssumme von mindestens 2 Mio. Euro bestehen.


Tierhalter-Haftpflichtversicherung
Der will nur spielen!


Egal für wie ungefährlich Hundebesitzer selbst ihren Liebling halten: "Der tut nix" ist oft ein leeres Versprechen. Rund 35.000 Mal pro Jahr beißen in Deutschland Hunde zu. In allein 3.000 Fällen sind Briefträger das Opfer. Ist es passiert, haftet der Halter. Die Schuldfrage stellt sich gar nicht. Auch wenn der Vierbeiner mit Leine und Maulkorb gesichert war: Wenn dennoch was passiert, müssen Frauchen oder Herrchen zahlen. Da macht eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung Sinn. Angebote gibt es reichlich. Längst nicht alle sind günstig.

Schäden durch Schoßhunde

Selbst Dackel haben scharfe Zähne. Sie können zwar niemanden ernsthaft verletzen. Eine Reinigungsrechnung und ein Schmerzensgeld können aber auch nach der Attacke eines Schoßhundes fällig sein. Hohe Schadensersatzforderungen drohen auch, wenn der Hund im Straßenverkehr einen Unfall verursacht.

Tritt vom Pferd

Pferde beißen zuweilen ebenfalls. Außerdem können sie kräftig zutreten. Viele Reittiere sind bereits versichert, weil der Halter Mitglied in einem Reitverein ist. Diese Versicherung haftet aber nur für Schäden im Rahmen des Vereinssports. Darüber hinaus müssen sich Reiter um eine eigene Police kümmern.

Sittich ohne Extra-Schutz

Für kleine Haustiere wie Wellensittiche, Meerschweinchen oder Katzen benötigt niemand eine Spezial-Police. Wenn Kleintiere fremde Kleidung oder Möbel zernagen, zahlt die Privathaftpflichtversicherung. Bei Nutztieren wie Kühen und Schweinen haftet der Halter nur, wenn ihm Verschulden zur Last fällt. Vor solchen Schäden schützt die Betriebshaftpflichtversicherung.

Komplizierte Details

Kompliziert wird es, wenn gefährliche Tiere wie Kampfhunde, tropische Giftschlangen oder gar Riesenechsen versichert werden sollen. Während für Hunde selbst bei hoher Beißkraft noch Policen aufzutreiben sind, hilft bei Exoten in der Regel nur die Anfrage im Einzelfalle.

Mitversicherung von Kindern in der PHV

Wie steht es mit der Mitversicherung von Kindern (hier Bedingungen der VHV)?

In den Privat-Haftpflicht-Versicherungen (außer in Single-Tarifen) sind auch Kinder mitversichert. Auf der Grundlage des nachstehend aufgeführten Bedingungstextes soll versucht werden, Dauer und Voraussetzungen der Mitversicherung von Kindern innerhalb der PHV ihrer Eltern zu verdeutlichen und evtl. auftretende Problemfälle zu erläutern. Unabhängig von den dem Vertrag zugrundeliegenden Besonderen Bedingungen und Risikobeschreibungen (BBR) gelten die folgenden Ausführungen sinngemäß für alle Privathaftpflichtverträge bei der VHV:

Mitversichert ist die gleichartige gesetzliche Haftpflicht ihrer unverheirateten Kinder (auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder), bei volljährigen Kindern jedoch nur, solange sie sich noch in einer Schul- oder unmittelbar anschließenden Berufsausbildung befinden (berufliche Erstausbildung - Lehre und / oder Studium -, nicht Referendarzeit, Fortbildungsmaßnahmen und dgl.). Bei Ableistung des Grundwehr- oder Zivildienstes (einschl. des freiwilligen zusätzlichen Wehrdienstes) vor, während oder im Anschluß an die Berufsausbildung bleibt der Versicherungsschutz bestehen.

Als Voraussetzung für eine beitragsfreie Mitversicherung fordern die BBR, daß

- die mitzuversichernden Kinder unverheiratet sind,

- sich volljährige Kinder noch in einer Schul- oder sich unmittelbar anschließenden Berufsausbildung befinden.

Wir haben hierbei sowohl auf eine zeitliche wie auch auf eine altersmäßige Begrenzung verzichtet. Es ist auch nicht erforderlich, daß das mitversicherte Kind in häuslicher Gemeinschaft mit dem Versicherungsnehmer lebt.

Der Begriff der beruflichen Erstausbildung erstreckt sich z.B. auf die Absolvierung einer Lehre oder auch eines Hochschulstudiums, sofern ein unmittelbarer Anschluß an den Besuch einer allgemeinbildenden Schule vorliegt. Da heute der Aufnahme eines Studiums häufig eine Lehre vorausgeht, wird von der VHV für beide Ausbildungsabschnitte Versicherungsschutz gewährt. Das gilt auch, wenn einem abgeschlossenen Studium eine Lehre oder ein weiteres Studium folgt. Auf einen sachlichen Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Ausbildungsgängen kommt es dabei nicht an.

Die VHV toleriert eine angemessene Unterbrechungs- bzw. Wartezeit zwischen Schul- und Berufsausbildung von maximal einem Jahr, so daß eine Beeinträchtigung der Mitversicherung nicht erfolgt. Eine Verlängerung des Versicherungsschutzes über diesen Zeitraum hinaus ist im Ausnahmefall möglich, aber immer nur auf schriftlichen Antrag.

Evtl. Erholungsurlaub, gelegentliches Arbeiten bzw. die Annahme von "Übergangsjobs" oder die Ableistung eines Betriebspraktikums innerhalb dieser Wartezeit beeinträchtigt den Versicherungsschutz nicht, wenn man für Schul- und Berufsausbildung weiterhin den Begriff eines im Prinzip "ununterbrochenen Ganzen" verwenden kann.

Die Mitversicherung entfällt mit Beendigung der Berufsausbildung, d.h. mit Abschluß der Lehre oder des Studiums. Für Rechtsreferendare und Lehramtsanwärter endet der Versicherungsschutz mit dem ersten Staatsexamen. Von diesem Zeitpunkt an wird der Abschluß einer eigenen PHV notwendig.

Eine Besonderheit stellt in diesem Zusammenhang die Ableistung des Grundwehrdienstes dar, für den im Rahmen der Mitversicherung über die PHV der Eltern generell Versicherungsschutz besteht, gleichgültig, ob dieser sich direkt an die Schulausbildung oder erst an die abgeschlossene Berufsausbildung anschließt. Der Ersatzdienst ist dem Grundwehrdienst gleichgestellt.

Zu unterscheiden ist der Grundwehrdienst von der freiwilligen Verpflichtung eines Berufs- oder Zeitsoldaten (auch bereits bei zwei Jahren), für den vom Zeitpunkt der Verpflichtung an kein Versicherungsschutz mehr besteht.

Kein Versicherungsschutz besteht auch für eine evtl. Fortbildung. Als "Fortbildung" gilt das Anstreben einer weiteren Qualifikation im ausgeübten Beruf nach bereits vorliegendem Berufsabschluß.

Zur Klärung der Problematik besonderer Tatbestände erfolgt im weiteren eine jeweils spezielle Erläuterung zu zwei auftretenden Grenzfällen.

1. Abbruch oder Wechsel der Berufsausbildung

Eine Beeinträchtigung der Mitversicherung durch Wechsel des Ausbildungs- oder Studienweges erfolgt nicht, gleichgültig, ob dieser gewollt oder ungewollt ist (z.B. Konkurs des Ausbildungsbetriebes oder Änderung der beruflichen Neigungen). Bei Verlust des Ausbildungsplatzes oder Abbruch der Lehre können Übergangsperioden bis zum Beginn einer erneuten Berufsausbildung entstehen, die im Versicherungsschutz mit einer Dauer von maximal einem Jahr eingeschlossen sind. Es empfiehlt sich aber im Einzelfall, bei evtl. auftretenden besonderen Umständen, mit der VHV Kontakt aufzunehmen, damit unter Angabe des Alters sowie des Ausbildungsweges und -standes des Betreffenden die Frage einer Mitversicherung gesondert geprüft werden kann.

2. Beschäftigungslosigkeit nach Ende der Berufsausbildung

Die VHV gewährt auch dann noch Versicherungsschutz, wenn die bis dahin mitversicherte Person nach Abschluß der beruflichen Ausbildung keinen Arbeitsplatz findet. Eine diesbezügliche, weitere Verlängerung der Mitversicherung ist auf maximal 1 Jahr begrenzt. Eventuell auftretende Problemfälle sind ggf. direkt mit der VHV abzuklären. Eine nochmalige Verlängerung des Versicherungsschutzes ist im Einzelfall nur auf ausdrücklichen, schriftlichen Antrag möglich.

Zur besseren Übersicht soll das folgende Schaubild dienen, in dem die am häufigsten auftretenden Fälle in unterschiedlicher zeitlicher Reihenfolge zusammengefaßt sind:

Dauer der Mitversicherung von unverheirateten Kindern in der Privat- Haftpflicht- Versicherung der Eltern

Das schematische Schaubild zeigt, ob Kinder in der Privat- Haftpflicht- Versicherung ihrer Eltern noch mitversichert sind oder ob eine eigene Versicherung notwendig ist.

Diagramm

*) Bei Ableistung des Grundwehr- oder Zivildienstes vor, während oder im Anschluß an die Berufsausbildung bleibt der Versicherungsschutz bestehen.

Die Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen nicht die Klärung von Einzelfragen mit dem zuständigen Fachberater.